Staat & Verwaltung

Die Digitalisierung wirkt sich auch auf Staat und Verwaltung aus. Studien zeigen, dass Deutschland im Bereich E-Government im internationalen Vergleich nur Mittelmaß ist. Dies liegt u. a. an einer zögerlichen und uneinheitlichen Umsetzung.

Die digitale Transformation schreitet auch in den Bereichen Staat und Verwaltung immer weiter voran. Staaten und Bundesländer versuchen häufig im Rahmen von Digitalstrategien bisher analoge Prozesse und Daten ins Digitale zu überführen. Gerade der Bereich E-Government, also die digitale Kommunikation zwischen staatlichen Institutionen und Bürgerinnen und Bürgern, wird immer weiter ausgebaut. Dabei bilden innovative Technologien und moderne Informationstechniken die Grundlage einer digitalisierten Verwaltung.

Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland im Bereich des E-Governments keine Spitzenposition ein, sondern befindet sich nur im Mittelfeld oder gar in der Schlussgruppe. Zögerliche und zum Teil uneinheitliche technische Umsetzungen seitens der Behörden sind ein Grund für die abgeschlagene Position Deutschlands.

Die folgenden Beiträge bieten einen Überblick über relevante Studien zum Themenbereich Staat und Verwaltung. Unter anderem werden dabei Verfügbarkeit, Akzeptanz und Nutzung staatlicher E-Government-Angebote erforscht.

Fakten zum Thema

Verwaltungsdigitalisierung scheitert an institutionellen Hürden

Deutschland verfehlt die Ziele des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bei Weitem: nur 105 von 575 Verwaltungsdienstleistungen sind online zugänglich.

E-Government im Vergleich

Die fortschreitende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung bringt nicht für alle sozialen Gruppen und Nationen gleichermaßen Vorteile.

Führungskräfte bemängeln Rückstand bei der Digitalisierung

Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger findet das Thema Digitalisierung hat für die Politik trotz Rückstands einen zu geringen Stellenwert.

Verbesserung von Straßenverkehr und ÖPNV durch die Bereitstellung von Mobilitätsdaten

Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger würde persönliche Mobilitätsdaten zur Verbesserung von Straßenverkehr und ÖPNV bereitstellen.

Wunsch nach mehr digitalen Verwaltungsleistungen groß

Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hat wenig Verständnis für die schleppende Digitalisierung der deutschen Verwaltung.

E-Government in Europa: Deutschland nur im Mittelfeld

Die eGovernment Benchmark vergleicht und analysiert den Stand der Digitalisierung von Behördendiensten in den europäischen Ländern.

Keine Fortschritte bei Nutzung von E-Government in Deutschland

Der E-Government Report untersucht die Nutzung von digitalen Behördendiensten aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger.

Digitalisierung der Verwaltung: Bevölkerung wünscht sich mehr Nachdruck

Die repräsentative Umfrage erfasst die Erwartungen der Bevölkerung in Bezug auf digitale Behördendienste.

Deutsche Kommunen zunehmend aufgeschlossen für Bereitstellung von Open Data

In der Befragung wird der Stand der Bereitstellung offener Daten in der deutschen Kommunalverwaltung untersucht.

Bundesweit erst wenige Verwaltungsdienstleistungen online zugänglich

Das Institut der deutschen Wirtschaft untersucht in seinem Kurzbericht den Stand der Digitalisierung der Verwaltung und Regierung.

Öffentlicher Sektor nur bedingt zukunftsfähig

Die Studie untersucht, wie zukunftsfähig Führungskräfte ihre Behörde einschätzen. Eine von neun Dimensionen ist die Digitalisierung.

Ziele des Onlinezugangsgesetzes größtenteils nicht erreicht

Die Kurzstudie untersucht die Umsetzung des OZG. In Zusammenarbeit mit der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft wurde dazu das Behörden-Digimeter eingeführt.

Deutschlands Außenpolitik braucht eine Digitalstrategie

Die Digitalisierung wird durch Staaten und Großkonzerne über Ländergrenzen hinweg vorangetrieben. Um den digitalen Wandel mitzugestalten, bedarf es einer aktiveren Außenpolitik.

eGovernment Monitor 2020: Der Erfolg von Homeschooling hängt häufig von den Digitalkompetenzen der Lehrkräfte ab

In 85 % der Haushalte mit schulpflichtigen Kindern findet aufgrund der Coronapandemie digitaler Unterricht oder digitaler Austausch mit Lehrpersonal statt.

KI sehr nützlich für diplomatische Verhandlungen

Die Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik untersucht den Mehrwert von künstlicher Intelligenz bei diplomatischen Verhandlungen.

KI-Anwendungen im öffentlichen Dienst fehlt oftmals Praxisbezug

Neben einem stärkeren Praxisbezug fehlt eine konsequente Evaluierung von KI-Projekten im öffentlichen Dienst, um KI-Anwendungen anwenderfreundlicher zu gestalten.

Immer mehr Menschen wünschen sich Online-Wahlangebote

Die Bereitschaft zur politischen Teilhabe im Internet nimmt zu. Gleichzeitig ist die Bevölkerung bezüglich der Glaubwürdigkeit von Internet- und konventionellen Medien extrem gespalten.

Deutschen Behörden mangelt es an einem Grundverständnis für die Digitalisierung

Die Digitalisierung der Verwaltung nimmt stetig zu. Weiterhin fehlt den deutschen Behörden aber ein Grundverständnis für die Digitalisierung und deren Umsetzung.

Hamburg ist smarteste Stadt Deutschlands

Hamburg, München und Köln sind die führenden Smart-Cities Deutschland, zu diesem Ergebnis kommt der Smart City Index 2020.

eGovernment-Monitor 2021: Oftmals nur rudimentäre Onlinedienste vorhanden

Der eGovernment-Monitor der Initiative D21 untersucht die Nutzung und Akzeptanz von digitalen Verwaltungsangeboten. Je nach Bevölkerungsgruppe gibt es dabei große Unterschiede.

Deutschlands digitale Verwaltung ist international nicht wettbewerbsfähig

Trotz großer staatlicher Investitionen und ambitionierter Pläne stagniert die Digitalisierung der deutschen Verwaltung.

Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland geht nur langsam voran

Die Studie untersucht den Stand der Digitalisierung der deutschen Verwaltung und identifiziert einen deutlichen Nachholbedarf.

Staat muss Vertrauen gewinnen für die Datennutzung

Die Studie untersucht anhand der Corona-Warn-App wie das Vertrauen der Bevölkerung in digitale Lösungen erhöht werden kann.

Zahl der IT-Beschäftigten weiter gestiegen

Der Deutschland-Index der Digitalisierung 2021 untersucht den Stand der Digitalisierung in Deutschland durch die Betrachtung von fünf Themenbereichen.

Was Deutschland von Estland lernen kann

Estland gilt als Vorreiter in der Digitalisierung der Verwaltung. Die vorliegende Studie untersucht, was Deutschland von Estland lernen kann.

Smart City Index 2021: Hamburg baut Vorsprung aus

Der Smart City Index 2021 des Branchenverbands Bitkom untersucht anhand von fünf Kriterien die Digitalisierung deutscher Großstädte. Hamburg führt vor Köln.

Große Offenheit gegenüber der Digitalisierung

Die Studie untersucht die Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Digitalisierung und der Auswirkungen der Coronapandemie. Es zeigt sich, dass mehr Menschen die Vorteile der Digitalisierung sehen.

Barrierefreiheit im E-Government oftmals nicht gegeben

Mangelndes Wissen und eine allgemein niedrige Priorisierung sorgen dafür, dass die digitale Verwaltung in Deutschland oftmals nicht barrierefrei ist.

Internetsicherheit muss für alle zugänglich sein

Die Internetsicherheit verbessert sich in Deutschland. Allerdings werden unwissendere und überforderte Nutzerinnen und -nutzer weiter abgehängt.

eGovernment Monitor 2020: Keine „Digitalisierung durch Corona“ bei der Nutzung von digitalen Verwaltungsangeboten im Frühjahr 2020

Die Studie untersucht digitale Verwaltungsangebote hinsichtlich Bekanntheit, Nutzung, Nutzungsbarrieren und Zufriedenheit anhand von Befragungsdaten.

Politik erkennt Digitalisierung als Querschnittsthema

Die Studie betrachtet, wie die Digitalisierungsstrategien der Länder entwickelt wurden. Weitergehend untersucht sie, wie festgelegte Maßnahmen gesteuert und umgesetzt werden können.

Wie ländliche Räume von der Digitalisierung profitieren können

Die Probleme der ländlichen Regionen in Deutschland lassen sich zwar nicht mit der Digitalisierung lösen, aber deutlich abmindern.

E-Government Development Index (EGDI) der UN-Mitgliedstaaten: Deutschland rutscht 13 Plätze auf Rang 25 ab

Der im Zweijahresrhythmus erscheinende UN E-Government Survey untersucht die Entwicklung von E-Government in 193 Nationalstaaten.

Digitaler Service im Vergleich: Augsburg und München auf Platz 3 und 4 von  100 deutschen Städten

Der Vergleich der digitalen Services gibt einen Überblick über die Umsetzung der Digitalisierung von Verwaltungsaufgaben der 100 größten Städte Deutschlands.

Hohes Bewusstsein über Einsatz von KI im Internet

Das Max-Planck-Institut untersucht, welches Bewusstsein deutsche InternetnutzerInnen vom Einfluss von Algorithmen auf Onlineplattformen haben.

Digitale Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU: Deutschland auf Platz 12

Die Studie untersucht die digitale Wettbewerbsfähigkeit der 28 EU-Mitgliedstaaten. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit Platz 12 im Mittelfeld.

Digitalisierung deutscher Städte und Gemeinden hat sich im Vergleich zu 2015 fast verdoppelt

Laut einer Befragung aus dem Jahr 2019 hat nahezu jede zweite deutsche Stadt mit mehr als 20.000 Einwohnern eine Strategie zur Digitalisierung.

eGovernment Monitor 2019: Digitale Verwaltungsangebote in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die jährliche Studie untersucht E-Government-Angebote hinsichtlich Bekanntheit, Nutzung, Nutzungsbarrieren und Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger.

Studie zu Digitalisierung in Bürgerämtern: Noch zu wenige Angebote und fehlende Benutzerfreundlichkeit

Die Studie untersucht den Stand der Digitalisierung in Bürgerämtern. Laut der Befragung hat dort die digitale Informationsbereitstellung zugenommen.

Studie zu regionalen Aspekten der Digitalisierung in Deutschland

Die Studie vergleicht die 16 deutschen Bundesländer in fünf Bereichen der Digitalisierung. Bayern liegt beim „Bürgerservice“ im oberen Mittelfeld.

Untersuchung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit der EU-Mitgliedsstaaten: Deutschland auf Platz 12

Deutschland liegt beim Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) 2019 im guten Mittelfeld der 28 untersuchten EU-Mitgliedsstaaten.

E-Government Development Index (EGDI) der UN-Mitgliedstaaten: Deutschland auf Platz 12

Deutschland belegt 2018 Rang 12 im E-Government Development Index der UN und verbessert sich somit um drei Positionen gegenüber dem Jahr 2016.

Big-Data-Analyse zu E-Government: Begriff noch nicht in der Bevölkerung angekommen

Assoziationen mit E-Government sind überwiegend positiv. Die Bevölkerung setzt den Begriff jedoch noch nicht mit klassischen Behörden in Verbindung.