Pressemitteilung Start der Anschubfinanzierung für vier innovative Projekte

Start der Anschubfinanzierung für vier innovative Projekte

Einfluss von politischen InfluencerInnen, sozioökonomische Auswirkungen des Mobilfunkausbaus, Digitalkompetenz von Lehrkräften und mediale Krisenkommunikation – diese aktuellen und relevanten Themen fördert das bidt für einen Zeitraum von neun Monaten.

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Im Rahmen der Anschubfinanzierung starten im April 2021 vier Projekte, mit denen innovative Forschungsideen gefördert werden. Innerhalb einer Laufzeit von sechs bis neun Monaten sollen die Ideen ausgearbeitet und konkretisiert werden. Vorrangiges Ziel ist die Erschließung bisher kaum erforschter Themenfelder, die das bidt-Forschungsprogramm ergänzen oder erweitern können. Angestrebt und skizziert werden soll ein greifbares Ergebnis, insbesondere die Erstellung einer Analyse und Publikation, die Ausarbeitung eines konkreten Forschungsprojekts oder die Entwicklung einer Softwareapplikation.

Wir freuen uns sehr, über unser Förderformat der Anschubfinanzierung aktuelle Forschungsvorhaben von hoher politischer Relevanz zu unterstützen.

Dr. Andreas Wenninger Zum Profil

Anschubfinanzierung

Frist für die aktuelle Bewerbungsrunde zur Anschubfinanzierung ist der 15. Mai 2021.

Politische InfluencerInnen in Deutschland

Das Pilotprojekt „Politische InfluencerInnen in Deutschland“ befasst sich mit der Vermarktung politischer Inhalte in sozialen Medien. Die Reichweite ihrer Social-Media-Kanäle macht Influencerinnen und Influencer nicht nur als Werbeträger für Produkte interessant, sondern wird zunehmend auch für die Verbreitung politischer Inhalte genutzt.

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA hat gezeigt, dass auch politische Organisationen auf InfluencerInnen setzten, um ihre Botschaften zu verbreiten. Wissenschaftlich ist die Rolle von Influencern bei der Verbreitung politischer Inhalte jedoch bislang kaum untersucht. Die Folgen dieser nicht gemeldeten Form politischer Werbung lassen sich derzeit noch nicht realistisch einschätzen.

Prof. Dr. Carsten Schwemmer Zum Profil

Ziel des Projekts ist es unter anderem, politische Influencerinnen und Influencer in Deutschland zu identifizieren, zunächst auf YouTube und Instagram, und zu analysieren, welche Inhalte sie im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 verbreiten. Als Projektmitarbeiterin unterstützt Magdalena Riedl das Forschungsteam an der Universität Bamberg.

Digitale Infrastruktur: Regionale sozioökonomische Effekte des Mobilfunkausbaus in Deutschland

Das Forschungsprojekt unter Leitung von Moritz Goldbeck und Valentin Lindlacher (ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) widmet sich der Untersuchung der potenziellen Auswirkungen von kontinuierlich verbesserter Mobilfunkinfrastruktur aus ökonomischer sowie regionalentwicklungspolitischer Sicht.

Digitalkompetenz als Mindset – Professionalisierung der Digitalkompetenzen von Lehrkräften

Eine Anschubfinanzierung bekommt auch das Projekt der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Das Projektteam bestehend aus Dr. Astrid Carolus, Catharina Münch und Prof. Dr. Sanna Pohlmann-Rother verfolgt dabei das Kernanliegen, die Potenziale der Digitalisierung für das fachliche Lernen sowie für die Gestaltung individualisierter und kooperativer Lehr-Lernsituationen im Unterricht künftig besser auszuschöpfen. Dieses Projekt wird im Mai 2021 starten.

Digitalisierung als Treiber der Pandemie? Mediale Krisenkommunikation unter den Bedingungen digitaler Öffentlichkeiten während der Corona-Krise 2020/2021

Darüber hinaus fördert das bidt ein Kurzprojekt von Prof. Dr. Carsten Reinemann (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Prof. Dr. Marcus Maurer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz). Mit ihrem Projekt untersuchen sie die öffentliche Meinungsbildung im Verlauf der Coronakrise. Insbesondere soll diese schematisch mit vorangegangenen politischen Krisen verglichen werden, um Handlungsmuster in Medien, Politik und Bevölkerung zu identifizieren.