In den Medien In eine neue Arbeitswelt katapultiert

In eine neue Arbeitswelt katapultiert

Im Zuge der Coronakrise hat die Nutzung von Homeoffice stark zugenommen, wie auch die Studie des bidt zeigt.
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Die Coronakrise hat enorme Auswirkungen auf unterschiedlichste Lebensbereiche. Gerade die Arbeitswelt hat sich schlagartig verändert: Seit dem Ausbruch der Pandemie arbeiten immer mehr Menschen im Homeoffice, das Arbeiten von zu Hause scheint durch die Krise selbstverständlich zu werden. Der Think Tank des bidt legt mit seiner Studie aktuelle Zahlen und Erkenntnisse darüber vor, wie verbreitet Homeoffice tatsächlich ist, aber auch wie zufrieden Beschäftigte in ihrer aktuellen Arbeitssituation sind. Die zentralen Ergebnisse der Studie wurden in zahlreichen Medienbeiträgen aufgegriffen und zitiert.

„Die Corona-Epidemie führt in der Arbeitswelt zu einem nie da gewesenen Feldversuch. Manager und ihre Mitarbeiter haben im Eiltempo Büros geräumt und sich in eine neue Arbeitswelt katapultiert“, schrieb etwa die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Titelseite der Printausgabe und verwies auf die aktuelle Studie des bidt Think Tank. Demnach ist der Anteil der Menschen im Homeoffice bereits in den ersten Wochen der Coronakrise gestiegen, wobei die Zufriedenheit hoch ist. Die Unternehmen sollten nach der Krise nicht zu den alten Organisationsmustern zurückkehren, zitierte die SZ bidt-Direktor Professor Dietmar Harhoff. Denn Heimarbeit sei nicht nur eine Frage der Organisationskultur, sondern gehe auch mit neuen Führungskonzepten einher und stärke Digitalisierung und Innovationsfähigkeit.

Auch heise online griff die Studie auf und titelte „Homeoffice: Mehr Akzeptanz und Zufriedenheit bei Arbeitnehmern“. Während laut bidt-Studie rund 71 Prozent der Befragten angaben, dass ihr Arbeitgeber gut auf die Situation vorbereitet gewesen sei, würden dennoch „technische Tücken“ im Homeoffice lauern, die jedoch zumeist behoben werden könnten. Die vor der Krise in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern intensiv gepflegte Präsenzkultur dürfte vor einem Wandel stehen, zitierte heise online die Macher der Studie.

Die bidt-Studie diente daneben auch der Welt, dem digital magazinZDNet.de und der Forschung & Lehre als Ausgangspunkt für Diskussionen rund um das Thema Homeoffice. Auch in der Politik stieß die Befragung über die Landesgrenzen hinaus auf Resonanz. Unter anderem das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung sowie das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen berichteten über die Studie und deren Erkenntnisse zur Akzeptanz von Homeoffice unter den Befragten: „Bei den Beschäftigten scheint das gut anzukommen, nur ca. 19 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer geben an, mit der Arbeit von Zuhause unzufrieden zu sein. Viele wünschen sich zudem auch in Zukunft verstärkt im Homeoffice arbeiten zu können“, so das LIA.

Die Ergebnisse der bidt-Kurzbefragung sollen als eine erste Grundlage dienen und in einer Follow-up-Studie weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse sollen zudem im Rahmen einer digitalen Werkstatt aufgegriffen und diskutiert werden. Weitere Infos dazu folgen.